Aktuelles
neue Ärzte braucht das Land
10.04.2010
Die alten Hausärzte gehen in Ruhestand. Und keiner will diesen Job weitermachen. Denn viel Arbeit gibts.Inzwischen hat die Bundesregierung Handlungsbedarf entdeckt. Es soll für willige Studiernde, die Hausarzt werden wollen, einen Bonus geben.
Es ist zu fragen, ob das so einfach klappt. Die kungen Studierenden werden zu Spezialisten ausgebildet, sind Einser-Abiturienten und haben natürlich auch einen hohen Anspruch auf eine ihren Fähigkeiten entsprechende Tätigkeit. Da ist das alte Hausarztwesen kaum attraktiv. Wer mag schon, wenn er sich im Studium mit Genetik beschftigt hat oder gesehen hat, was man alles mit modernem Instrumentarium in Kliniken erreichen kann, den Niederungen der Barfußmedizin zuwenden.
Dort muss man nämlich mit ganz wenig auskommen, kein Herzkatheter, kein hochtechnisierter Ultraschall und auch eine Computertomografie gibts dort nicht. Da kommen Leute und wollen ihre Warzen behandelt haben und außerdem juckt es am Kopf. Sic!
Ansätze für eine eher praxisbezogene Medizin gibt es schon. Vielleicht wird das Medizinstudium in einen eher praktischen und einen eher wissenschaftlich orientierten Ausbildungsgang geteilt. --- Eine Möglichkeit.
Der Bonus wenigstens wirds nicht bringen.
Und die Medizin wird immer teurer und vor allem die Pillen
05.06.09
"Die medizinische Versorgung wird immer teurer." Das gilt vor allem für Arzneimittel. Jedes Jahr steigen die Kosten für Medikamente um etwa 5 Prozent. Das ist eine Menge. Denn in keinem Tarifvertrag steht, dass man jedes Jahr 5 % mehr Geld bekommt. Die Pharmaindustrie hat sich dank der Tatsache, dass sie einen Verführungsapparat besonderer Art béi uns Ärzten eingerichtet hat, einen solchen geschaffen.
In schöner Regelmäßigkeit kommen feinbefrackte Damen oder Herren in die Praxis und erzählen unglaubliche Dinge über neue Arzneien und deren Wirksamkeit.
Leider ist an all dem ,was wir so in die Ohren geflüstert bekommen, nicht mehr dran, als bei den im Fernsehen abgepriesenen Herrlichkeiten des Alltags. Ob es nun das Waschmittel ist, dem kein Dreck widersteht oder das Sälbchen, das alle Falten im Nu verschwinden lässt oder das Auto, das eigentlich gar kein Benzin mehr braucht und so weiter.
So funktioniert nun mal Werbung auch bei Arzneien ...
Wenn das für die Arzneimittel ausgegebene Geld nun wieder in den Geldkreislauf hineinfießen würde wäre eigentlich nichts dagegen zu sagen. Nur verschindet ein großer Teil in den Taschen von Investment-Organisationen, die dann ihre eigenen Spielchen damit treiben. So wird dem Steuerzahler (uns, bzw, den Krankenkassen, d. h. dem "kleinen Mann") das Geld aus der Tasche gezogen und anderswo verspielt.
Stimmt alles nicht hundertprozentig, aber in der Tendenz leider schon!)
Wählen wir einen anderen Staat!
Man sehe sich um! Allenfalls in der Schweiz gehts a bisserl besser.
All das will heißen: Wir müssen leider weiter über vieles klagen, was nicht so gut läuft. Im internationalen Vergleich leben wir doch aber auf einer Insel der Seligen. Auch wenn einmal ein Bundespräsident zurücktritt oder ein Ministerpräsident sich im politischen Geschäft nicht mehr verschleißen lassen mag und nach Höherem strebt.
So werden wir auch in der Medizin manches beklagen müssen.
trotzdem lassen wir uns nicht entmutigen. Dann verschreiben wir eben Bewährtes (alt genug werden wir ja sowieso schon) und nur in Ausnahmefällen die "rosa Pillen" , die uns ständig angepriesen werden.
Bis bald